FAQ - Häufig gestellte Fragen beim Urologen
Ein Urologe ist Ansprechpartner für Erkrankungen der Harnwege sowie für Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane. Dazu gehören beispielsweise Beschwerden beim Wasserlassen, Harnwegsinfekte, Prostataerkrankungen, Nierensteine oder Vorsorgeuntersuchungen.
In vielen Fällen ist keine besondere Vorbereitung erforderlich. Bringen Sie bitte Ihre Krankenversicherungskarte, vorhandene Befunde sowie eine Liste Ihrer Medikamente mit. Falls für bestimmte Untersuchungen besondere Vorbereitungen notwendig sind, informieren wir Sie vorab.
Die meisten urologischen Untersuchungen sind nicht schmerzhaft. Je nach Fragestellung können eine körperliche Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung oder Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Falls weiterführende Untersuchungen notwendig sind, informieren wir Sie vorab ausführlich über den Ablauf.
Männer sollten sich frühzeitig über die Möglichkeiten der Prostatavorsorge informieren. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, Veränderungen der Prostata frühzeitig zu erkennen. Gerne beraten wir Sie individuell, wann eine Vorsorgeuntersuchung für Sie sinnvoll ist.
Der PSA-Wert ist ein Laborwert, der Hinweise auf Veränderungen der Prostata geben kann. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Auch gutartige Prostatavergrößerungen oder Entzündungen können zu erhöhten Werten führen. Die Beurteilung erfolgt stets im Zusammenhang mit weiteren Untersuchungsbefunden.
Hodenschmerzen können verschiedene Ursachen haben, beispielsweise eine Entzündung, eine Verletzung oder andere Veränderungen im Bereich der Hoden. Treten die Beschwerden neu auf, nehmen zu oder sind die Schmerzen sehr stark, sollte zeitnah eine urologische Untersuchung erfolgen.
Besonders bei plötzlich einsetzenden, starken Hodenschmerzen ist eine rasche ärztliche Abklärung wichtig. Auch Schwellungen, Rötungen, Fieber oder Übelkeit sollten ärztlich untersucht werden. Der Urologe kann die Ursache durch ein Gespräch, eine Untersuchung und gegebenenfalls eine Ultraschalluntersuchung näher abklären.
Wichtig: Akute, starke Hodenschmerzen stellen einen urologischen Notfall dar und sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden.
Bereits geringe Mengen Blut im Urin sollten ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden. Auch wenn keine Schmerzen bestehen, kann Blut im Urin auf Erkrankungen der Harnwege, der Blase, der Nieren oder der Prostata hinweisen.
Besonders wichtig ist eine zeitnahe Untersuchung, wenn das Blut sichtbar ist, wiederholt auftritt oder zusätzlich Beschwerden wie Schmerzen, Fieber, Brennen beim Wasserlassen oder Flankenschmerzen bestehen. Eine urologische Abklärung hilft dabei, die Ursache zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig zu behandeln.
Wichtig: Sichtbares Blut im Urin ist immer ein Grund für eine zeitnahe ärztliche Untersuchung. Treten zusätzlich starke Schmerzen, Fieber oder Probleme beim Wasserlassen auf, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Die Vasektomie ist ein chirurgischer Eingriff zur dauerhaften Empfängnisverhütung des Mannes. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant. Vor der Behandlung findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt, in dem Ablauf, Risiken und wichtige Nachkontrollen besprochen werden.
Bei einer Refertilisierung werden die bei einer früheren Vasektomie durchtrennten Samenleiter mikrochirurgisch wieder verbunden. Ziel des Eingriffs ist es, den natürlichen Transport der Spermien erneut zu ermöglichen.
Vor der Behandlung erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem die individuellen Erfolgsaussichten und die verschiedenen Möglichkeiten besprochen werden. Der Eingriff wird in der Regel unter Narkose durchgeführt. Nach der Operation sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Spermiogramme sinnvoll, um den Erfolg der Behandlung zu überprüfen.
Wichtig: Die Erfolgsaussichten einer Refertilisierung hängen unter anderem vom Zeitraum seit der Vasektomie und von individuellen Faktoren beider Partner ab. Gerne beraten wir Sie persönlich zu Ihren Möglichkeiten.
Die Refertilisierung ist ein mikrochirurgischer Eingriff zur Wiederherstellung der Fruchtbarkeit nach einer Vasektomie. Dabei werden die zuvor durchtrennten Samenleiter wieder miteinander verbunden.
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen allgemeine Risiken wie Nachblutungen, Schwellungen, Wundheilungsstörungen, Infektionen oder vorübergehende Schmerzen. Schwerwiegende Komplikationen sind selten. Zudem kann es vorkommen, dass die Samenleiter trotz technisch erfolgreicher Operation nicht dauerhaft durchgängig bleiben.
Die Erfolgschancen hängen von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere vom Zeitraum seit der Vasektomie, den individuellen körperlichen Voraussetzungen und der Fruchtbarkeit beider Partner. Je kürzer die Vasektomie zurückliegt, desto höher sind in der Regel die Chancen, wieder Spermien im Ejakulat nachweisen zu können.
Wichtig: Eine erfolgreiche Operation bedeutet nicht automatisch, dass anschließend eine Schwangerschaft eintritt. Die individuellen Erfolgsaussichten besprechen wir gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch.
